Reduzierte Oberflächen ersetzen überladene graphische Designerträume ohne Sinn und Verstand. ...
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Trends im mobilen Webdesign - Teil 1
Kaum ein anderer Markt verändert sich derzeit so schnell wie der Markt für Mobilgeräte. Die Größen der Branche kämpfen unaufhaltsam um die Führung – manchmal mit innovativen Features, manchmal mit innovativen Patentklagen. Unabhängig davon, wie der Wettbewerb zwischen der Android- und der iOSPlattform ausgeht, bleibt die Dominanz von Webkit vorerst ungebrochen.
Im Segment der Smartphones wird das Feld laut einer aktuellen IDC-Studie ganzdeutlich von Samsung mit einem Marktanteil von 23,8 Prozent im 1. Quartal 2012 (Android OS) und Apple mit 18,3 Prozent im 1. Quartal 2012 (iOS) dominiert. Im Segment der Tablets gibt Apple mit dem neuen iPad der dritten Generation ganz klar den Ton an.
Der weltweite Markt für Mobiltelefone ist laut der IDC-Studie im ersten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr eigentlich leicht gesunken. Im gleichen Zeitraum wuchs der Markt für Smartphones um satte 45 Prozent. Während Apple mit einem Wachstum von stolzen 88 Prozent die Anzahl der verkauften iPhones innerhalb von nur 12 Monaten von 18,6 Millionen auf 35,6 Millionen fast verdoppeln konnte, legte Samsung ein Wachstum von 267 Prozent hin und stieg damit von der weltweiten Nummer drei mit 11,5 Millionen verkauften Geräten zur Nummer eins mit 42,2 Millionen verkauften Geräten auf. Nokia und RIM konnten das hohe Innovationstempo nicht halten und sind weiter zurückgefallen.
Der lange unangefochtene Spitzenreiter Nokia (zwischen 2004 und 2011 Marktführer) musste im Laufe von nur 12 Monaten um 50,8 Prozent nachgeben. Ähnlich schlecht erging es RIM, dem Hersteller der einst so beliebten Blackberrys, der einen Verlust an Marktanteilen in Höhe von 29,7 Prozent einstecken musste. Nokia und RIM müssen sich nun mit vergleichsweise mickrigen Marktanteilen von nur noch mageren 8,2 Prozent beziehungsweise 6,7 Prozent begnügen. Für Entwickler mobiler Websites und nativer Web-Apps sind damit nur noch zwei Plattformen von Relevanz: Android OS und iOS.
Der Markt für Tablets hat sich eindeutig in zwei Segmente aufgeteilt, die an beiden Enden der gegenüberliegenden Seiten der Preisskala angesiedelt sind. Im oberen Preissegment führt Apple mit den iPads 2 und 3, während im unteren Preissegment die Android-Tablets dominieren. In den USA führt in dieser Kategorie mit Abstand Amazons Kindle Fire. Laut einer aktuellen Studie von Comscore hat sich das Kindle Fire in den USA mit 54,4 Prozent aller verkauften Android-Tablets zum Verkaufshit entwickelt. Die Nummer zwei unter den Android-Tablets, Samsungs Galaxy Tab-Reihe, schaffte es dagegen auf einen Marktanteil von gerade einmal 15,4 Prozent.
Diese Entwicklung entspricht dem enormen Preisdruck, dem sich Tablet-Hersteller ausgesetzt sehen. Seinen günstigen Preis von 199 US-Dollar verdankt Amazons Kindle Fire der aktiven Quersubventionierung aus anderen Geschäftssparten des Anbieters.
Der Wettbewerb im Markt für internetfähige Mobilgeräte wird zurzeit praktisch nur zwischen Apples iOS und Googles Android OS ausgetragen. Mit dem Erscheinen von Windows 8 in einer mobilen Version könnte Microsoft die Karten neu mischen. Bis dahin spielt sich alles im Hinblick auf mobiles Webdesign vorwiegend rund um Webkit ab.
HTML5 mit CSS3 und jQuery
Sowohl Google in Android OS als auch Apple in iOS nutzen die Webkit-Rendering-Engine und setzen dabei beide entschlossen auf HTML5. HTML5 mit CSS3 ist eindeutig die Markup- Sprache der Wahl für mobiles Webdesign.
Nachdem Adobe den Flash Player für Mobilgeräte eingestellt hatte, ist eines klar: Die Zukunft mobiler Unterhaltung im Web gehört dem Trio aus HTML5, CSS3 und Javascript/jQuery statt Flash. Wer bisher noch zögerte, kann beim mobilen Webdesign seiner Kreativität nun in HTML5 mit CSS3 und jQuery freien Lauf lassen. Immer mehr Websites werden komplett von Grund auf in HTML5 und CSS3 neu entwickelt, um aus den Innovationen, die die neuen Standards mitbringen, Nutzen ziehen zu können. Webdesigner befolgen dabei zunehmend das Konzept der progressiven Anreicherung mit einem klaren Schwerpunkt auf „Mobiles zuerst” (mobile first).
Entwicklung häufig zuerst für die mobile Version
Nach diesem Ansatz wird der Besucher standardmäßig erst einmal mit Daten beliefert, die für das kleine Display eines Smartphones und die geringe Bandbreite einer gewöhnlichen Mobilfunkanbindung optimiert sind. Gibt das Endgerät zusätzliche Fähigkeiten zu erkennen – zum Beispiel Pixeldimensionen, die ein Tablet oder einen Desktop-Computer vermuten lassen –, so kann der Server nahezu unbemerkt) immer noch weitere Daten nachliefern und das Layout der Website schleunigst anpassen, ohne das Gerät zu überlasten oder den Besucher zu verlieren. Durch den Mobile-first-Ansatz wird vermieden, dass sich ein Smartphone an der Übertragung einer überdimensionierten Edition der Website verschluckt, wenn es diese ohnehin nicht hätte adäquat darstellen können. Sollte dagegen beim Zugriff auf eine so optimierte Website von einem Computer aus ein Übertragungsfehler auftreten, ließe sich die Website auch in ihrer minimalistischen Edition schon gut bedienen. Um diesen Ansatz umzusetzen, können Sie zum Beispiel Response JS nutzen.
Das Konzept der progressiven Anreicherung mit dem Schwerpunkt auf Mobile first hat sowohl Befürworter als auch Gegner, doch beide Seiten sind sich einig: Ob Mobile first oder Mobile last – an responsivem Webdesign führt heute kein Weg mehr vorbei.
Unter dem Begriff responsives Webdesign versteht man die Fähigkeit einer Website, relevante Eigenschaften des Endgeräts zu erkennen, das auf sie zugreift, und daraufhin ein entsprechend sinnvolles Layout bereitzustellen. Dadurch kann eine Website mit allen Endgeräten kompatibel sein, ohne die verfügbaren Funktionen unnötig zu beschneiden.
Die Erkennung der Eigenschaften eines Endgeräts erfolgt im responsiven Webdesign typischerweise unter Verwendung der so genannten Medienabfragen (Media Queries).
In CSS2.x ließe sich einem bestimmten Medientyp ein eigenes Stylesheet zuweisen (beispielsweise screen oder print). In CSS3 besteht die Möglichkeit, mit Hilfe der Media Queries bestimmte Eigenschaften des Zielgeräts in Erfahrung zu bringen, um es mit einem für ebendieses Gerät optimierten Stylesheet zu beliefern.
So können Sie etwa für verschiedene Breiten des Displays unterschiedliche Stylesheets bereithalten und das jeweils passende dynamisch bereitstellen. Dadurch können Sie dieselben Inhalte in verschiedenen Layouts präsentieren, die sich sogar bei Bedarf an geänderte Eigenschaften des Zielgeräts zur Laufzeit anpassen.
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